Nachgedacht// 1000 Fragen an dich selbst #4.


Auf in die vierte Runde.
Das war wieder sehr spannend, denn ich hab nochmal auf meine berufliche (Nicht-)Karriere zurückgeblickt und gemerkt, dass ich es so viel einfacher haben könnte, wenn ich als Teenie meinen Arsch hochbekommen und mir ernsthaft Gedanken über einen passenden Beruf gemacht hätte.
Aber nun läuft es ziemlich gut. Auch wenn mich der Arbeitsweg manchmal einige Nerven kostet. Und vor allem viel wertvolle Freizeit.

Hier kommen nun die nächsten 20 Fragen:

Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Es fällt mir zwar einerseits schwer zu glauben, dass nach dem Tod nichts mehr sein soll, aber genauso wie bei der Frage mit den Außerirdischen kann ich die Frage nur beneinen. Meinem Kind werde ich bestimmt etwas anderes erzählen, damit es einen Anhaltspunkt hat, wo Oma, etc. nun sind, wenn sie nicht mehr sind.

Auf wen bist du böse?
Aktuell auf niemanden.

Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nicht mehr. Seit fast drei Jahren wohnen wir auf dem Land, wo wir uns nur mit Auto fortbewegen, wenn wir etwas organisieren oder auf Arbeit wollen. Als wir noch in Dresden gewohnt haben, bin ich in meiner Freizeit mehr mit den Öffentlichen gefahren, als mit dem Auto.

Was hat dir am meisten Kummer bereitet?
Der Tod unserer beliebtesten Arbeitskollegin letzten Sommer. Ich kam aus der Elternzeit zurück und sie lag im Sterben. Einfach unfassbar für mich und bis jetzt nicht nachvollziehbar.

Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
Nein. Liegt aber daran, dass ich als Jugendlicher nie einen Plan hatte, was ich beruflich machen möchte. Die Angst vor Vorstellungsgesprächen war zudem noch sehr groß und lies mich erst 5 Jahre und zwei sinnlose Ausbildungen später zu meinem jetzigen Beruf kommen.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
Ska und Drum'n'Bass. Lange nicht gehört...
Aktuell tanze ich mit meiner Motte zu jeglicher Musik.

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?
Ehrlichkeit und Fürsorge.

Was war deine größte Anschaffung?
Bisher mein Auto, was ich mir vor 11 Jahren gekauft habe (auf Raten).

Gibst du Menschen eine zweite Chance?
Ich kann eine ganz schöne Zicke sein, wenn mich eine Person nervt und wir nicht auf einer Wellenlänge sind. Aber nach einer gewissen Zeit gebe ich doch nach und versöhne mich wieder mit ihr.

Hast du viele Freunde?
Noch nie gehabt. Es waren gerade mal 2-3 Mädels in der Mittelschule und in den Berufsschulen haben sich die Freundschaften auch nie halten können, weil man einfach zu weit entfernt wohnte und jeder nach der Ausbildung andere Interessen hatte.
Jetzt auf dem Dorf gibt es gar keine Freundschaften. Nur Bekanntschaften mit den anderen Eltern in Mottes Krippengruppe. Ich hoffe ja, dass später, wenn die Kindergeburtstagszeit kommt, auch die Kontakte mehr werden.

Welches Wort bringt dich auf die Palme?
So direkt keins. Mich nerven nur die jährlich ausgepriesenen Jugendwörter, die ich nicht kapiere..."I bims" oder "läuft bei dir"...bin ich zu alt dafür.

Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
Nein, das ist auch kein Ziel von mir.

Wann warst du zuletzt nervös?
Als ich letztens zwei neue Patienten in meiner Tour unterbringen musste und ich nicht wusste, ob ich es zeitlich schaffe. Bei solchen Sachen hab ich meistens schlaflose Nächte, obwohl hinterher immer alles glatt läuft.

Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?
Persönliche Fotos, unsere Stil-Mix-Einrichtung, der Geruch beim Haustür öffnen.


Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Meistens auf meinem 40minütigem Arbeitsweg per Autoradio.
Abends nur selten im TV. Meistens halten mich die Patienten auf dem Laufenden.

Welches Märchen magst du am liebsten?
Wir haben eine äußerst realistische Verfilmung auf Videokassette von Hänsel und Gretel, die ich als Kind total gruselig und fesselnd fand. Ich freue mich schon drauf, wenn mein Kind in dem Alter ist, wo wir sämtliche Märchenfilme anschauen können (Hoffentlich geht dann die Videokassette noch...).

Was für eine Art Humor hast du?
Einen total primitiven Humor. Ich lache bei den dümmsten und abgedroschensten Sprüchen, dass es mir manchmal selber peinlich ist.

Wie oft treibst du Sport?
Meine Arbeit ist mein Sport. 7 Stunden Treppauf, Treppab, ins Auto rein, wieder raus, schwere Leute drehen, beim Laufen begleiten, vom Boden aufheben, Verbandswechsel in unmöglichen Positionen, bücken, knien, strecken....da kann man nur fit sein und bleiben.

Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
Bei unseren Patienten schon. Kollegen erzählen immer wieder, wie dynamisch und freundlich ich bin (aufgrund meiner 1,50m Körpergröße werde ich meistens erstmal vorurteilsvoll unterschätzt in meiner Arbeit, bis sich die Patienten und vor allem deren Angehörige vom Gegenteil überzeugen konnten) und dass sie sich gut betreut fühlen. Und wenn ich mal im Urlaub bin oder länger nicht da war, fragen einige Patienten immer, ob bei mir alles in Ordnung ist.
Privat wohl eher nicht. Ich halte mich immer im Hintergrund, sodass da kein bleibender Eindruck entstehen kann.


Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Mein Smartphone (welch Überraschung) und meine Kamera. Mein Leben ohne Spiegelreflex wäre absolut kein gutes Leben!


Danke für diese Fragerunde, die wirklich sehr arbeitslastig ausfiel. Das zeigt womöglich, dass ein Großteil meines derzeitigen Lebens aus Arbeit besteht, bzw. mich größtenteils beherrscht. 
Ob das jetzt schlecht ist, wage ich gar nicht mal zu sagen, denn mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß. Es liegt eben an dem langen Arbeitsweg, der das Ganze etwas anstrengend macht.

Ich bin auf eure Antworten bei Johannas Link-Up gespannt und setze mich direkt mal an die nächste Runde.

Hier lest ihr meine vorherigen Antworten und die der anderen Bloggerinnen.

 



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