Im Alltag// Selbst gemachte Frischhaltefolie.

Und wieder habe ich mich an ein Projekt gewagt, womit zukünftig Plastik vermieden werden kann.
Und zwar in Form von selbst hergestellter Frischhaltefolie. Frischhaltefolie kommt bei mir nur selten zum Einsatz. Aber vor allem, wenn ich Lebensmittel in Schüsseln oder Schalen, die keinen Deckel haben, aufbewahren möchte. Im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur.


Also habe ich eine Weile im Netz geforscht, was es da für Alternativen gibt. Auch wenn so ein Fetzen Folie jetzt nicht die Welt bedeutet, was Plastikmüll angeht, aber die andere Sache ist ja das Übergehen von Weichmachern der Folie in das Lebensmittel, zum Beispiel.


Und gerade wenn ich einen angeschnittenen Apfel im Kühlschrank aufbewahren möchte, den meine Tochter isst, möchte ich solche Reaktionen möglichst vermeiden.
Also hab ich mich belesen und los gelegt.


Man benötigt verschieden große Baumwollstücke (prima Resteverwertung!). Dann hab ich mir Bienenwachsdrops betellt. Wer die Möglichkeit hat, geht zum Imker des Vertrauens und kauft sich dort ein Glas. Dann werden die Wachsstücke gleichmäßig auf dem Stoff verteilt.


Unter dem Stoff und oben drauf kommen zwei Lagen Backpapier. Denn jetzt wird gebügelt. Ich hab auf der Wolle-Stufe ein gutes Ergebnis erzielt. Das Schmelzen des Wachses geht ziemlich rasch. Sollten nicht alle Ecken erwischt worden sein, werden einfach noch ein paar Drops ausgelegt.


Und wieder gebügelt.


Solange, bis alles vom Stoff aufgenommen wurde. Man erkennt es dann schon ziemlich schnell an den dunklen Flecken am Backpapier. Anschließend werden die Tücher zum Trocknen aufgehangen.


Und benutzt. Ich verwende sie jetzt ziemlich oft, zum Beispiel wenn ich eine Portion Brei für die Motte übrig habe. 


Oder mal wieder zu viel Kuchen vom Wochenende da ist. Und ich besitze nur eine riesige Kuchenplatte, die nicht in den Kühlschrank passt. Also Wachstuch drüber und ab in den Kühli.


Nach mehrmaligem Benutzen sieht es dann so aus. Man kann es dann einfach wieder etwas aufbügeln, sodass sich das Wachs neu verteilt, bzw. man legt wieder ein paar Wachsstücke auf defekte Stellen.


Und verschmutzte Tücher kann man mit Wasser, etwas Spüli und einem weichen Schwamm abwischen. Das Wasser perlt quasi davon ab.

Also für mich eine total alltagstaugliche Sache. Da bei mir Frischhaltefolie sonst nicht weiter in Benutzung gerät, werde ich diese somit nicht vermissen.
Ich denke, dass sich die Wachstücher auch gut zum Transport von Lebensmitteln in Schüsseln eignen. Man könnte ja zusätzlich noch einen Gummi drum machen.

Aber durch die Wärme der Hände legt sie sich toll an die Ränder an und lässt sich natürlich auch wieder lösen.

Ich hoffe, ich konnte damit den ein oder anderen inspirieren.

Probiert es mal aus und lasst es mich wissen.

Damit geht es zum Creadienstag.

Kommentare

  1. Diese Wachstücher stehen auch schon auf meiner Liste. Ich finde Sie toll und warte noch das die Imker am Markt wieder Ihren stand eröffnen, dann hole ich Wachs. Hattest Du große Angst das das Wachs zum Backpapier rausläuft?
    Grüße,
    Steph

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    1. Ich hab zuerst alles auf einem Backblech gebügelt. Aber es ist so wenig Wachs, was alles vom Stoff aufgenommen wird, dass da nix an den Seiten raus läuft. Allerdings hatte ich ein altes Handtuch unter das Backpapier gelegt, weil es nach mehrmaligem Bügeln sich durchzudrücken schien.

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