Und jetzt wird sie sentimental...

So ist es.

Als ich diesen Text schreibe, hab ich begriffen, dass mein kleines Mädchen einen ersten großen Schritt in ihrem Leben gehen wird. Und das so ziemlich bald.


Ich hatte den Anruf in der Kita bei uns im Dorf sehr lange hinaus gezögert. Denn ich wusste innerlich, dass es damit einen Cut geben wird.

Und das vor allem auch in meiner "Karriere" als Mama.
Jetzt war ich gute 10 Monate nicht einen Tag ohne meine Motte und kann mir ehrlich gesagt auch keinen anderen Alltag mehr vorstellen.


Ich stehe morgens auf, stille sie, es wird gekuschelt und geblödelt und so beginnt bei uns jeder Tag. Egal ob in der Woche oder Wochenende. Ich bin (fast) immer die erste Person, die sie sieht und anstrahlt und sich wahrscheinlich auf warme Milch freut.

Und ab dem 24.4. soll es nun anders sein.
Da beginnt ihre Eingewöhnungszeit und ich kann es noch nicht realisieren.
Ich glaube, der Trennungsschmerz wird mir mehr ans Herz gehen, als sie es je begreifen kann.



Als ich das Telefonat mit der zukünftigen Erzieherin meiner Tochter beendete, empfand ich es erleichternd, in dem Sinne von "Wieder etwas abgehakt".
Als ich meinem Freund dann davon erzählte, schaute er mich erst mit großen Augen an und sagte kurz nichts. Und in dem Moment zweifelte ich an meinem Tun, sie schon so zeitig "abgeben" zu wollen. Schließlich wird sie ja erst am 5.5. 1 Jahr alt.
1-jährige Elternzeit hin oder her. Ich würde so lange zu Hause bleiben, bis mein Kind mit gutem Gefühl und Freude in die Krippe geht. Und ich sie mit gutem Gewissen abgeben kann.



Aber ich bestärke mein Tun immer mit der Begründung, dass nur durch den alleinigen Kontakt mit mir, ihrem Vater und aller paar Wochen mit unserer Familie ihre soziale Ader negativ beeinflusst wird.

Ich hab mit ihr 10 Wochen lang (immer Mittwochs) an einer Krabbelgruppe teilgenommen, die ihr wirklich sichtlich Freude bereitet hat. Auch wenn die Kiddies dort fast alle schon krabbelten und die Maus sich nur hin- und her rollen konnte, war sie von dem Beisammensein angetan.



Und ich hoffe, dass sie ihre Kontaktfreudigkeit in der Krippe weiter ausleben kann. Ohne Druck von außen und ohne unter den Regeln der Einrichtung zugrunde zugehen.

Ich bin sehr aufgeregt, wenn ich daran denke, aber es wird eine gute Zeit werden.
Ich weiß, jede Mutter macht diese Zeit durch, die eine mehr oder weniger sentimental.
Vielleicht liegt es mir auch so sehr am Herzen, weil ich einen Grund benötige, der mir das Ankommen hier im Dorf leichter gestaltet. Wenn ich sehe, dass meine Motte in ihrer neuen Gemeinschaft Freunde findet, die sie bis in das Schulalter begleiten, wäre es wahrscheinlich mein innerer Haken, den ich setzen kann bei ⎷hier sind wir daheim.
Denn es ist nach fast 2 Jahren für mich immer noch ein fremder Ort, ohne Kontakte und gerade jetzt noch in der Elternzeit, wenn der Herr arbeiten ist, ein sehr einsamer Ort für mich.
Das muss sich unbedingt ändern, denn ich gehe sonst innerlich ein.



Danke für's "Zuhören".
😌


Kommentare

  1. oh, das wird spannend... ich hoffe, du schaffst das gut ;)

    das letzte foto ist so toll... drückt diese sentimentalität ziemlich gut aus :)

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